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Die Gemeindestruktur
Die Gemeinde Winkel besteht aus den drei Dorfteilen Winkel, Rüti und Seeb. Sie bildet eine Politische Gemeinde, Primarschulgemeinde und zusammen mit Bülach, Bachenbülach, Hochfelden und Höri eine Kreisgemeinde, welcher die Oberstufenschulgemeinde, die reformierte und die katholische Kirchgemeinde Bülach, die Friedhofgemeinde Bülach und das Kreisspital Bülach angehören. Politische Gemeinde Die politische Gemeinde fördert die Wohlfahrt und das harmonische Zusammenleben ihrer Einwohner. Sie wahrt ihre politische Unabhängigkeit und besorgt alle öffentlichen Aufgaben, die ihr durch Verfassung und Gesetz zugewiesen sind, sowie jene Aufgaben, die sie sich kraft ihrer Autonomie selber gibt. Die Stimmberechtigten üben ihre Rechte in der Gemeindeversammlung und durch die Urne aus. Die Gemeindeversammlung ist das oberste Organ der Gemeinde. Amtliche Publikationsorgane sind die beiden Tageszeitungen" Neues Bülacher Tagblatt" und" Zürcher Unterländer ". Das "Amtsblatt des Kantons Zürich" wird für Publikationen benützt, die von Gesetzes wegen dort erscheinen müssen. Weiter publiziert die Gemeindeverwaltung Mitteilungen und Informationen in der monatlich erscheinenden "dorfziitig". Bevölkerungsentwicklung seit 1850 Jahr..........Total Jahr..........Total 1850..........751 1860..........796 1870..........737 1880..........709 1888..........723 1978..........1851 1900..........621 1979..........1913 1910..........607 1980..........2000 1920..........510 1981..........2063 1930..........488 1982..........2069 1941..........504 1983..........2060 1950..........520 1984..........2085 1960..........704 1985..........2107 1962..........752 1986..........2129 1963..........763 1987..........2211 1964..........891 1988..........2304 1965..........998 1989..........2332 1966........1059 1990..........2313 1967........1063 1991..........2408 1968........1044 1992..........2401 1969........1057 1993..........2433 1970........1089 1994..........2524 1971........1235 1995..........2697 1972........1311 1996..........3023 1973........1500 1997..........3114 1974........1770 1998..........3220 1975........1812 1999..........3361 1976........1806 2000..........3366 1977........1837 2001..........3443 2002..........3500 2003..........3616 2004..........3670 2005..........3771 2006..........3784 Landschaft und Natur Die Landschaft von Winkel gliedert sich in zwei topografische Einheiten: die auf rund 430 m liegende Ebene im südlichen und westlichen Gemeindeteil von der Winkler Allmend bis ins Gebiet Breiti und Langächer sowie der bis auf 561 m steigende, teilweise bewaldete Hügelzug Uebruch-Heuberg-Höri-Hüttenbüel. Die beiden Ebenen repräsentieren auch zwei erdgeschichtliche Abschnitte. Die Höhenzüge bestehen aus Molassegestein, welche vor 20 Millionen Jahren gebildet wurden. Der Gletscher formte in der vorletzten Eiszeit in diesem Material einige Rundhöcker (Hungerbüel 508 m, Höri 561 m). Das untere Niveau stammt aus der letzten Eiszeit. Die Glattallappen des Linth-Rhein-Gletschers lagerte auf der ganzen Länge des Abhanges eine Steinmoräne ab. Die Eismassen stirnten westlich von Seeb einen markanten Endmoränenwall auf, welcher später den Römern als Baugrund diente. Beim Abschmelzen des Gletschereises vor 12'000 Jahren staute sich im ganzen Zungenbecken ein flacher See. Letzte Zeugen dieses langen Verlandungsprozesses war der Seebner See und sind heute noch die Restflächen des Klotener Riedes. Im Hang zwischen den beiden Niveaus finden wir einige Bachtobel, welche uns Einblick in die Erdgeschichte geben. Der Dorfbach legte verschiedene Findlinge aus den Bündner- und Glarneralpen frei; ähnliche Aufschlüsse vermitteln der Burstwisbach an der Gemeindegrenze zu Bachenbülach und der Mülibach südlich vom Büelhof. Der Röslibach zeigt die rostigbraun angewitterten Sandsteine der Oberen Süsswassermolasse. Eine grosse Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren können wir noch in den zwischen den Flug- und Panzerpisten bestehenden Riedresten der Winkler- und Rütiallmend beobachten. Es zeigt sich hier, dass sich Tiere an berechenbare, technische Störquellen anpassen, während das Auftreten des Menschen sie zur Flucht veranlasst. Die eingezäunten Gebiete sind zu Refugien für viele seltene und bedrohte Vogelarten geworden, die unbeeindruckt vom Donner der riesigen Silbervögel hier brüten. Die Tümpel sind Laichplätze für viele Amphibienarten und als neuste Zuzüger hausen Biber in unserem Naturschutzgebiet. Man kann verschiedene Bauten und den längsten Biberstaudamm der Schweiz bewundern. Die Vegetation ist sehr vielfältig: Ruderal- und gestörte Riedflächen wechseln mit Hochstaudenfluren, Grosseggenbeständen, Schilffeldern und Pfeifengraswiesen ab. Aber auch östlich der Unterlandautobahn prägen bestockte Bachläufe, Feldgehölze, Hecken und Obstgärten die Landschaft. Sie bieten in der intensiv bewirtschafteten Kulturlandschaft Vögeln und Kleintieren Brut-, Nahrungs- und Aufenthaltsorte. |
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